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Meßkircher
Wanderwege
ausgewählt
von der Ortsgruppe Meßkirch im
Schwäbischen Albverein

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Ins Felsentäle 
mit seinen Höhlen und Toren
Einfache Wegstrecke: 4,2 km.

Markierung: Gelbes Schild mit blauer Schrift "Meßkircher Wanderweg - Felsentäle".

Das Felsentäle hat seinen Namen von den dort zutage tretenden Kalkriffen der obersten Formation des weißen Jura.
Sie sind Teil der südöstlichen Riffbildung im ehemaligen
Jurameer und entstanden vor rund 140 Millionen Jahren in einer Flachwasserzone in Küstennähe.
Weitere Ablagerungen gab es in unserem Raum nicht mehr, denn durch die Kippung des Schichtpackets wurde der Meeresboden zum Festland. Unweit von dieser Stelle verschwindet der Jurakalk im Molassetrog und wird von der unteren Süßwassermolasse überlagert.


Grundlage: Topographische Karte 1:50 000 - ©Landesvermessungsamt Baden-Württemberg
vom 15.05.2001, AZ.: 2851.2-A/317

 
Beginn der Wanderung am Verkehrskreisel am Ende der Hauptstraße. Von dort zuerst nördlich, entlang der Bahnhofstraße bis zur großen Talbrücke der Umgehungsstraße. 
Dann links, zunächst entlang der Zufahrt zur Umgehungsstraße, dann auf den Feldweg wechseln, der auf einer Brücke über die Umgehungsstraße hinweg führt. Immer auf diesem Weg bleiben. Man passiert einen einzeln stehenden Bauernhof und erreicht die oberen Häuser des Stadtteils Igelswies. Von rechts kommt der Forsthausweg aus dem Talgrund. Wir bleiben aber oben und biegen nach dem letzten Haus links ab. Nach Eintritt in Wald geht es etwas bergab und nach etwa 300m wird in einer Senke das meist trockene Bett des Annenbachs überquert.
An dieser Stelle befindet sich, wenige Meter links des Weges die Versickerungsstelle des Annenbachs.

Nur bei starker Wasserführung fließt ein Teil des Wassers über das Schluckloch hinweg in das sonst meist trockene Bachbett. Normalerweise verschwindet der gesamte Bach in den Spalten der "hangenden Bankkalke" und tritt in einer Entfernung von ca. 1000m nach 28 Std. im Ablachtal als Karstquelle im gleichen Gestein wieder ans Tageslicht. Dabei beträgt das Gefälle 32m, entsprechend der Schichtneigung von etwa 3 %.

Nun steigt der Weg wieder an, nach 0,4 km zeigt die Markierung nach rechts, abwärts. Nach weiteren 300m wird, diesmal links, der Eingang ins Felsentäle erreicht. Ein schmaler Pfad führt in das Tälchen hinein und erschließt seine wildromantischen Felsformationen mit Felsentoren und Höhlen. Wenn sich das Tälchen wieder weitet, umkehren, zurückgehen und die Felsen nochmals genießen.

Soll die Wanderung zum "Großen Rundweg" erweitert werden, im Felsentäle nicht umkehren.
Zur Wegebeschreibung bitte hier klicken: Großer Rundweg

 
Die Versickerungsstelle des Annenbachs im April 2006.
Selten ist das Schluckloch aber so randvoll.

Die meiste Zeit des Jahres fließt kein Wasser im Talbächlein. Da der Pfad durch das Tälchen jedoch zweimal das Bachbett quert, ist es allerdings zur Zeit der Schneeschmelze oder nach einer längeren Regenperiode möglich, dass der Pfad nicht durchgehend begangen werden kann.

Wieder am Taleingang angelangt, auf dem Grasweg nach links (unmarkiert) am Waldrand entlang gehen. Bei der nächsten Möglichkeit rechts, etwas bergan bis zum jenseitigen Wald. An dessen Rand entlang, gelangt man wiederum zu den oberen Häusern von Igelswies und somit auf den Herweg. Der Turm der St. Martinskirche weist den Weg zum Ausgangspunkt zurück.

Hier ein paar Eindrücke vom Felsentäle, wenn der Bach Wasser führt (Fotos vom 31. März 2005).





Wenige Tage später war das Bachbett im Oberlauf wieder trocken. Nur aus einem seitlichen, unterirdischen Zulauf wurde der Bach noch etwas gespeist und es floss Wasser im unteren Lauf ab.
Aber dort, wo das Bachbett den Wald wieder verlässt, war alles trocken. Das Wasser fließt dort über rissigen Fels und verschwindet wieder im Untergrund.
Nach Starkregen oder bei der Schneeschmelze kann es jedoch vorkommen, dass sich der Bach in 50m Breite in das sonst trockene Wiesental ergießt.

Schwäbischer Albverein
Ortsgruppe Meßkirch
Gerhard Teuscher