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Meßkircher
Wanderwege
ausgewählt
von der Ortsgruppe Meßkirch im
Schwäbischen Albverein

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Rund um Meßkirch Auf Heideggers Feldweg Zum Dianatempel Zum Feldherrnhügel Ins Felsentäle

  
Zur Burgstelle auf dem Benzenberg
als Fortsetzung der Wanderung zum Feldherrnhügel.
Bis zum Feldherrnhügel wandern Sie bitte bitte nach dessen Wegbeschreibung.

Wegstrecke vom Feldherrnhügel 2 km.
Als Rundweg, zusammen mit der Wanderung zum Feldherrnhügel 12 km.
Die gestrichelte Linie im Kartenausschnitt zeigt den möglichen Rückweg,wie er am Schluss der Wegebeschreibung beschrieben ist.

Markierung: Ab dem Feldherrnhügel "Ruine Benzenberg"

Vom Feldherrnhügel geht es nach links auf dem Schotterweg bis man auf den geteerten Feldweg stößt. An dieser Wegkreuzung links abbiegen und immer geradeaus, abwärts, an ein paar Häusern vorbei, bis zur Landesstraße nach Kreenheinstetten. Ein kurzes Stück nach rechts und die nächste Abzweigung nach links gehen. Am Ende dieses kurzen Sträßchens scharf links abbiegend bergan. Nach ca. 500m links, am Ende einer eingezäunten Pferdeweide am Weidezaun entlang (Wegweiser: Ruine Burg Benzenberg). Schon nach 50m wird der Hauptgraben der ehemaligen Burg erreicht.

Von einer Bürgerinitiative wurde 2005 die Burgstelle besser begehbar gemacht und Infotafeln aufgestellt, die auf diesen geschichtsträchtigen Ort hinweisen.

Diese Wanderung zum Feldherrnhügel, erweitert zum Benzenberg kann nun zu einem Rundweg ergänzt werden.
Für den Rückweg nach Meßkirch geht man auf dem Teersträßchen wieder zurück, geradeaus bis zu einer Kreuzung. Schräg gegenüber ist eine Unterführung, welche die Bundesstraße unterquert. Nach dieser Unterführung beim nächsten Feldweg rechts abbiegend passiert man später links des Weges ein künstlich angelegtes Feuchtbiotop.

Ebenfalls auf der linken Seite sind die Antennenmasten des Bodenseesenders des SWR zu sehen. Der höhere Mast ist 240m, der andere 138m hoch. Der Sender strahlt in einem Umkreis von ca. 300 km auf der Frequenz 666 kHz (Mittelwelle) das Südwestrundfunk-Programm "cont.ra" aus.


Der geteerte Weg verläuft nun in wechselnden Abständen entlang der Bundesstraße 313 bis er am Stadtrand von Meßkirch bei der Feldwegbrücke auf den Felsentäleweg und den Rundweg trifft. Entlang der Bahnhofstraße gelangt man wieder zum Verkehrskreisel, dem Ausgangspunkt der Wanderung.
 
Grundlage: Topographische Karte 1:50 000 - ©Landesvermessungsamt Baden-Württemberg
vom 15.05.2001, AZ.: 2851.2-A/317





Rekonstruktionszeichnung von Christoph Stauß
Die Benzenburg auf dem Benzenberg war die Stammburg der seit 1050 erwähnten Grafen von Rohrdorf, den ersten Besitzern der Herrschaft Meßkirch. Die Grafen von Rohrdorf zählten zu den führenden Hochadelsgeschlechtern im nördlichen Bodenseeraum. 

Neben dem Gebiet um Meßkirch besaßen sie umfangreichen Grundbesitz in Oberschwaben, im Madach, Hegau und Linzgau. Sie besaßen auch die Meersburg am Bodensee als Lehen. Die erste Rheinbrücke in Konstanz soll von ihnen errichtet worden sein. Die Klöster Zwiefalten und Salem wurden von ihnen mit reichen Landschenkungen bedacht; im Salemer Münster errichteten sie sich ihre Grabkapelle. Der selige Eberhard von Rohrdorf war einer der bedeutendsten Äbte dieses Klosters; er war Ratgeber bei Kaiser und Papst.
Mit Mangold III. starb das Geschlecht 1210 aus. Ihre Nachfolger waren die Truchsessen von Rohrdorf, ein Seitenzweig der Truchsessen von Waldburg, unter deren Herrschaft Meßkirch um 1260 die Stadtrechte erlangte. Um das Jahr 1300 gaben die Truchsessen ihren Wohnsitz auf dem Benzenberg auf und verlegten ihre Residenz nach Meßkirch an die Stelle des heutigen Schlosses.

Nur spärliche Ruinen sind auf dem Benzenberg übrig geblieben, nachdem die Burg um das Jahr 1400 endgültig abgebrochen wurde, um Baumaterial für den Neuaufbau des Meßkircher Schlosses unter Johannes von Zimmern zu bekommen. Eine rund 25 Meter lange und fünf Meter hohe Stützmauer ist der letzte noch sichtbare Mauerrest, doch anhand von Geländeerhebungen lässt sich noch leicht ein Bild von der beachtlichen Größe der einstigen Burganlage gewinnen.



Grundriss des heutigen Zustands

An der rot markierten Stelle ist noch eine 25m lange und bis zu 5m hohe Mauer sichtbar.

Und so stellt sich die Burgstelle seit dem 2.11.2005 dar (Fotos vom 3.11.2005).



Durch den ehemaligen Burggraben (s. Nr. 3 in der Grundrissskizze) gelangt man an die erste Infotafel



Der links abbiegende Pfad führt zum einzigen noch unmittelbar sichtbaren Rest der Anlage, der Burgmauer (8). Erhalten ist nur noch die Kernmauer. Das Blendmauerwerk ist abgetragen.


Auf dem ansteigenden Pfad komt man zum früheren Burghof (7).
Am Ende des Burghofs (6) sind, zwar von Erde bedeckt
aber doch eindeutig erkennbar, noch Gebäudeumrisse auszumachen.


Im Vordergrund mit der Sitzgruppe der Burghof (7).
Der Hügel im Hintergrund (5) ist der Schuttkegel der einstigen Wohnburg.